Einmal durch Zentralamerika

29 Mar 2019

Nach Boquete besuchten wir, wieder zu zweit, Raquel in Volcan. Die ältere Dame aus den USA führt seit einigen Jahren eine Auffangstation für Wildtiere, die verletzt waren oder als Haustiere gehalten wurden und nicht mehr ausgewildert werden können. Als Gegenleistung für eine Spende an ihr Projekt bot sie Touren an. So konnten wir unter anderem einen Jaguar aus nächster Nähe bestaunen und mit jungen Äffchen spielen. Auch die zwei Faultiere waren beeindruckend, kannten wir diese bisher erst als Baby.

 

 

Nach dem Grenzübertritt nach Costa Rica übernachteten wir an einer Tankstelle, da unser anvisierter Wildcampingplatz nicht mehr zugänglich war. Praktisch, denn am nächsten Morgen konnten wir dort gleich den Ölwechsel machen.

 

Die zwei nächsten Nächte verbrachten wir auf einem von Schweizern geführten Campingplatz und trafen wieder auf Idrissa und Simon. An die Preise in Costa Rica mussten wir uns erst einmal gewöhnen, kosten doch alle Aktivitäten oder jeder Camping 20$ und mehr (gegenüber 8 - 10$ in den bisherigen Ländern).

 

Gemeinsam fuhren wir nach Punta Arenas, um dort die Fähre zur Peninsula Nicoya zu nehmen. Wir fanden  einen hübschen Campingplatz direkt am Meer, der praktisch leer war.

Am nächsten Tag kamen wir zu einer etwa 100m breiten knietiefen Furt. Während wir überlegten, wie schlau es sei, mit unseren Bussen hier durchzufahren, konnten wir den Affen und Leguanen beim herumklettern in den Bäumen zusehen. Schliesslich wagten wir es und die Durchquerung stellte sich als halb so wild heraus.

 

 

Kurz vor der Grenze zu Nicaragua übernachten wir auf einem kleinen Camping, der ebenfalls von einem Schweizer Paar geführt wird. Man könnte meinen, alle Schweizer wandern nach Costa Rica aus.

 

Nicaragua und Honduras durchquerten wir im Konvoi. Zum einen, weil in Nicaragua gerade grosse soziale Unruhen herrschen und zum anderen, weil Honduras nicht gerade als sicheres Reiseland gilt. Natürlich hatten wir keinerlei Probleme und in beiden Ländern waren die Menschen genauso nett und offen wie in allen anderen zuvor. Nur dass sogar Baustellen von Sicherheitspersonal mit Schrotflinten bewacht werden war neu für uns.

 

In Nicaragua besuchten wir den aktiven Vulkan Masaya: man kann bis zum Krater hinauffahren und in den rauchenden Schlund hinunterschauen. Wir erfuhren erst dort, dass man auch nachts auf den Vulkan die brodelnde Lava hätte bestaunen können. In den Städten Granada und Leon fielen uns all die leeren Restaurants und Plätze auf. Die Medien machen potenziellen Touristen Angst und den Einheimischen fehlen dann die Gäste.

 

Honduras gefiel uns ebenfalls gut, trotz deutlich sichtbarem Wohlstandsunterschied zu seinen Nachbarländern und starker Amerikanisierung. Überall sahen wir Werbeschilder von Marken aus den USA. Wir verbrachten ein paar schöne Tage beim Lago de Yojoa und ganz im Norden an der Karibikküste. Nach den San–Blas-Inseln waren unsere Karibikerwartungen allerdings etwas zu hoch.

 

Wieder zu zweit übernachten wir bei Roli, einem ehemaligen Schweizer Overlander, der sich in Honduras niedergelassen hat. Endlich konnten wir die Vorderachse von Brunhilde gleich hoch wie die Hinterachse legen, da wir das passende Werkzeug zur Verfügung gestellt bekamen.

Der Grenzübertritt nach Guatemala war schnell geschafft, doch gleich nach der Grenze stieg bei Brunhilde die Lichtmaschine aus. Zum Glück konnten wir sie beim erstbesten Mechaniker reparieren lassen. Ob ihr der etwas lange Tauchgang doch nicht so gut getan hat...?

 

 

Nach zwei Tagen erreichten wir Antigua, eine sehr hübsche Kolonialstadt und die ehemalige Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. Die Stadt ist von vielen Vulkanen umgeben, etwa dem aktiven Volcano de Fuego.

 

Vom daneben liegenden Vulkan Acatenago aus kann man ihn beim Lavaspucken beobachten. So wanderten wir zu zweit um 23:30 Uhr los und kamen um 5:45 Uhr, kurz vor Sonnenaufgang und bei -6°C, auf dem 3976m hohen Gipfel an. Für Etta war es die bisher härteste Wanderung ihres Lebens – doch die Anstrengung hat sich gelohnt: Bei bestem Wetter und einer unglaublichen Aussicht konnten wir dem Fuego beim Feuerspeien zusehen. Das war definitiv eines der beeindruckendsten Naturschauspiele, das wir je gesehen hatten.

 

 und nochmals ein GIF, weil es so schön ist:

 

 

 

Die ungefähre Reiseroute dieses Artikels (Link):

 

 

 

 

 

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