Bienvenidos a Colombia

13 Jan 2019

Nach über zwei Wochen in der Gaia Lodge zog es uns wieder weiter. Bei strömendem Regen fuhren wir auf der Hauptstrasse nach Quito. Drei schwere Unfälle passierten wir alleine in diesen fünf Stunden Fahrt. In Quito trafen wir nochmals Marc, bevor wir uns am nächsten Tag nach Mindo begaben.

 

Die Strecke dorthin war sehr kurvig und auch dort regnete es praktisch ununterbrochen. Wir durften auf einem Parkplatz eines Hostels im Wald übernachten. Hier gab es zahlreiche Kolibris und Tukane zu bestaunen! Ein anderes Highlight war die Dusche, die wir benutzen durften. Sie befand sich in einem selbstgezimmerten Baumhaus, hoch über dem Boden.

 

Nach einer Nacht in Mindo fuhren wir weiter nach Otavalo. Hier gibt es jeweils samstags einen riesigen Strassenmarkt, wo man praktisch alles finden kann. Auf dem kleinen Campingplatz in Otavalo lernten wir ein Genfer Paar, Cinta und Quentin, mit zwei kleinen Kindern kennen.

 

Nach Otavalo ging es für uns direkt zur Grenze nach Kolumbien. Die Menschenmasse erschlug uns fast. Unglaublich viele Venezolaner versuchten hier, von Kolumbien weiter nach Ecuador zu gelangen. Es wurden Zelte und Verpflegungsstände vom Roten Kreuz eingerichtet. Auch gab es jeweils Warteschlangen für die Flüchtlinge, die Kolumbianer und alle übrigen Nationalitäten. Insgesamt dauerte der Grenzübertritt für uns fünf Stunden. Wir hatten schon Zweifel, ob wir es noch an diesem Tag schaffen würden.

 

 

Wir hatten Glück und konnten in der Abenddämmerung  weiterfahren. Auf dem Parkplatz der Seilbahn zur Iglesia de las Lajas konnten wir übernachten. Bereits beim Ankommen wurden wir vom sehr netten Sicherheitspersonal dazu eingeladen, die Nacht hier zu verbringen. Am Morgen nahmen wir dann die Seilbahn, die bergab zur Kirche führte. Die Iglesia de las Lajas liegt in einer Schlucht und ist nur schon wegen ihrer spektakulären Lage einen Besuch wert. Nach ein paar Stunden machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Norden.

 

 

Weihnachten verbrachten wir an der Laguna de la Cocha, einem See auf knapp 3000 m.ü.M. Die Gegend hätte auch irgendwo in der Schweiz liegen können. Umgeben von Bergen mit dichten Wäldern und grünen Wiesen blieben wir einige Tage beim Refugio Waira.

 

Juan-Manuel, der ebenfalls Overlander ist und gerade für seinen Freund das Refugio schmeisst, empfing uns mit offenen Armen. Auch er ist kein Weihnachtsfan und so verbrachten wir eine schöne, unweihnachtliche Zeit zusammen. Auch Cinta und Quentin und ihre zwei Söhne aus Genf waren für die Festtage da.

 

Nach ein paar lustigen Tagen ging es für uns weiter auf der «Trampolin de la Muerte» nach Osten. Die Strasse ist das kolumbianische Gegenstück der Death Road in Bolivien. Nur dass hier noch reger Verkehr herrscht. Für die 70 km Luftlinie nach Mocoa brauchten wir knapp 6 Stunden.

 

Für Silvester haben wir uns mit Manu und Andi in der Tatacoa-Wüste nördlich von Neiva verabredet. Drei Nächte verbrachten wir zusammen an unserem Silvesterspot, wo tagsüber Temperaturen von 40°C und mehr herrschten. Vor Mitternacht konnte man gar nicht schlafen gehen, so unglaublich heiss war es. Trotzdem war der Ort zwischen all den Kakteen perfekt. Nur schon für den Sternenhimmel mit seinen zahlreichen Sternschnuppen, die wir beobachten konnten, hat es sich gelohnt.

 

Nach der Tatacoa-Wüste machten wir uns auf den zweitägigen Weg nach Cali. Hier verbrachten wir eine Nacht in einem Hostel in einem Ausgangviertel und konnten das Nachtleben Kolumbiens etwas in Augenschein nehmen.

 

In Palmira, etwa 40 Kilometer von Cali entfernt, trafen wir David, Ettas Cousin, der Halbkolumbianer ist und gerade seine Familie besuchte. Als wir ankamen, war David noch gar nicht da. Trotzdem wurden wir von seiner Familie bereits mit offenen Armen empfangen. Wir übernachteten direkt vor dem Familiengeschäft an der Strasse. Natürlich nicht ohne allen vorher 100 Mal versichert zu haben, dass es uns wirklich nichts ausmacht, im Auto zu schlafen und wir kein Bett brauchen. Es schläft sich halt einfach am besten im eigenen Bett.

 

Mit David und seinen Cousins fuhren wir am nächsten Tag zu sechst zu einer Reserva National zum Camping. Joana und Hugo-Andres waren für ihr Studium oft dort und so konnten wir alle gratis dort übernachten. Auch mit Mona, einem jungen Faultier, machten wir Bekanntschaft. Etta hätte es am liebsten mitgenommen.

 

Am nächsten Tag fuhren wir noch alle zusammen zum nahegelegenen See, bevor wir uns von allen verabschiedeten und nach Salento, der Kaffee-Region von Kolumbien, weiterzogen. 

 

 

 

 

Die ungefähre Reiseroute dieses Artikel (Link):

 

 

 

 

 

 

 

 

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