Bienvenidos a Bolivia

14 Jul 2018

La Quiaca auf der argentinischen und Villazon auf der bolivianischen Seite sind zwei Grenzstädte, die quasi zusammengewachsen sind und durch deren Mitte der Grenzübergang führt. Immer wieder hatten wir von den überdurchschnittlich langen Prozedere mit der Zollabfertigung gehört und waren mental also bereits auf einen mühsamen Tag eingestellt. Da kam uns die zweite Halbzeit des Spiels Argentinien-Frankreich sehr gelegen: Überall wollte man uns so schnell wie möglich abfertigen, damit man das Fussballspiel weiterschauen konnte. Sogar die Inspektion unseres Busses war nach etwa 10 Sekunden beendet und nach insgesamt 20 Minuten am Zoll waren wir in Bolivien. 

 

Als erstes mussten wir an Bolivianos, die bolivianische Währung, kommen und stoppten gleich an der ersten Bank, die wir sahen. Auch zwei bolivianische Sim-Karten bekamen wir bei «Entel» schnell und so steuerten wir den Campingplatz «Pasalo bien» an. 

Von der Hauptstrasse führte eine kleine, einspurige Schotterpiste eine steile Schlucht hinab. Auf der einen Seite ging es mehrere hundert Meter fast gerade den Berg hinunter, eine Schutzplanke gab es natürlich auf dem ganzen Weg nicht. Beim Campingplatz angekommen, mussten wir feststellen, dass die Besitzer gar nicht da waren. Einfach hereinfahren wollten wir nicht, da der Camping im Grunde aus dem «Garten» des Hauses bestand. Wir beschlossen also, bei angenehmen 25°C, zu warten und nach einer Stunde tauchte die ganze Familie tatsächlich auf. Der Besitzer, Ariel, hiess uns herzlich willkommen. Wir waren einmal mehr die einzigen Camper. 

 

Nach zwei Nächten auf dem Campingplatz machten wir uns wieder auf den Weg. Über Tupiza, wo wir in einem kleinen Restaurant spät zu Mittag assen, sollte es nach Uyuni gehen. 200 km hatten wir vor uns. Eigentlich wollten wir bald irgendwo am Weg übernachten, doch irgendwie ergab sich nichts. Langsam wurde es dunkel und wir hatten noch keinen Übernachtungsplatz gefunden. Immer höher führte uns die Strasse über dutzende Berge. Schliesslich waren wir fast permanent auf über 4000 m.ü.M. unterwegs. Einen einigermassen erholsamen Schlaf konnten wir auf dieser Höhe vergessen, und so fuhren wir weiter. 

50 km vor Uyuni, wieder unter 3800 m.ü.M., fanden wir endlich ein Plätzchen.

 

Am nächsten Tag waren wir früh wieder wach und nach einem guten-Morgen-Kaffee auch bald wieder unterwegs. Auf dem Weg nahmen wir einen bolivianischen Grossvater mit seiner Enkelin mit, die ebenfalls nach Uyuni wollten. 

 

In der Stadt verabschiedeten wir uns von unseren temporären Mitreisenden und parkten unsere Brunhilde im Innenhof eines zentral gelegenen Hostels. Es war noch vor 10 Uhr, so konnten wir ein Café suchen und das Spiel Schweiz-Schweden schauen.

 

Uyuni ist ein kleines, touristisches Städtchen mit rund 18'000 Einwohnern. Es liegt auf 3671 m.ü.M., am Rande der Salar de Uyuni, der grössten «Salzpfanne» der Welt. Den Rest des Tages erkundeten wir die Stadt. Auf dem quirligen Mercado-Central kauften etwas Gemüse und Lama-Fleisch. Auch einen Fernseh- und Radioelektroniker fanden wir – auch unser zweiter Umrichter (12VDC -> 230VAC) hatte bereits wieder den Geist aufgegeben... Mit etwas Glück bringt der Techniker ihn wieder zum Laufen. ​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

 

 

 

Die ungefähre Route dieses Artikels:

 

 

 

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