Gastronomie in Buenos Aires und Montevideo

24 Nov 2017

Wie ich als Wenig-Fleisch-Esserin an meine Grenzen gerate, während Stefan im 7ten Himmel schwebt…

 

Seit über einem Monat sind wir nun in Südamerika. Meistens haben wir zu Hause gekocht, ein paar Mal haben wir aber auch auswärts gegessen. Ich möchte euch einen kleinen Einblick in das „Essverhalten“ hier geben, denn es ist für uns Westeuropäer ein wenig ungewöhnlich.

 

Natürlich gibt es Restaurants mit internationalen Gerichten, zum Beispiel:

 

 

  • El Refuerzo (Buenos Aires, Calle Chacabuco)

 

Unser Favorit! Das kleine Restaurant befindet sich gerade neben unserer Sprachschule, und wir haben 4 Mal dort zu Mittag gegessen. Das Mittagsmenu inklusive einem Getränk und einem Kaffee kostete zwischen 9.- und CHF 11.-, die Kellnerin war super nett, geduldig mit uns Spanisch-Anfängern, wusste über alles Bescheid, und es war jedes Mal köstlich.

 

 

  • El Banco Rojo (Buenos Aires, Calle Bolivar)

 

Eine Kneipe mit frisch zubereiteten Burgern und Pitas, mit cooler Atmosphäre, fairen Preisen und immer voll mit Leuten. Hier gibt es zum Glück auch ganz tolle Veggie-Burger mit Kürbis & Rüebli. Schade nur, dass Kleider und Haare für den Rest des Tages nach Burger riechen. Das Lokal war gleich um die Ecke von unserem Airbnb, wir waren 3 Mal dort und es war 3 Mal super!

 

  • El Chipirón (Montevideo, Calle Piedras)

 

Ein kleines, herziges Fisch- und Meeresfrüchte-Restaurant in der Altstadt Montevideos. Für mich gab es Fisch & Salat, Stefan ass Muscheln und Salat, dazu ein Glas uruguayischen Weisswein. Es war lecker, der Service war gut, wir waren sehr zufrieden.

 

 

 

  • Patagonia Cervezeria (Montevideo, Calle Buenos Aires)

 

Eine Bier-Bar mit tollen argentinischen Spezialbieren. Wir hatten drei verschiedene Biere zu einer wirklich guten, frisch zubereiteten Pizza. Die nette Barfrau wusste über die Produkte Bescheid, und wir konnten die Biere vorher probieren. Wir freuen uns, die Brauerei in einigen Monaten in Patagonien zu besuchen.

 

 

  • Ceibo (Montevideo, Fussgängerzone in der Altstadt)

 

Ein hippes Restaurant, mit richtig gutem Service und wirklich feinem Essen. Es hat uns ans moment erinnert: jung und cool, und super professionell! Wir haben uns ziemlich lange mit unserer Kellnerin unterhalten und sie hatte trotz plaudern alle ihre Gäste im Griff. Chapeau!

 

 

 

Klar wollten wir auch das typische Gericht der Argentinier und Uruguayer essen: die Parrilla. Das Gericht besteht eigentlich nur aus gegrilltem Fleisch. Für 2 Personen heisst das: 1-2 Poulet-Schenkel, 4-5 Stück vom Rind (es gibt immer ein anderes, eher „günstiges“ Stück Fleisch, nie Filet oder Entrecôte), eine Blutwurst (mit Fettstücken drin, und weniger cremig als unsere Schweizer Blutwürste), eine andere Wurst (ziemlich fettig und grob), und dann entweder gegrilltes Fett (Ja! Reines Fett!) oder noch etwas vom Schwein.

 

 

  • Ein Restaurant, an dessen Name ich mich nicht erinnere und das auch Google Maps nicht zu kennen scheint (Buenos Aires, Calle Juan de Dios Filiberto in La Boca)

 

Ein Familienbetrieb mit einem riesigen Grill und Plastiktischen draussen auf der Strasse. Die einzigen anderen Gäste an diesem frühen Nachmittag waren Argentinier, und wir dachten, dass wir da was richtig Argentinisches essen können. Wir haben eine Portion Parilla bestellt, mit Pommes und Salat. Für den Rest des Tages waren wir fix und fertig und unsere Bäuche mit Verdauen beschäftigt.

 

 

  • Cabaña Verónica (Montevideo, im Mercado del Puerto)

Die Cabaña Verónica ist ein Parilla-Restaurant im Mercado del Puerto, einem ehemaligen Bahnhof, in dessen Halle sich heute etwa 10 Parilla-Restaurants befinden. Nachdem wir wiederum Parilla gegessen hatten, war sogar Stefan der Meinung, dass wir jetzt 1-2 Tage vegetarisch essen sollten! Die Portionen sind einfach überdimensioniert, aber gut war’s noch einmal!

 

 

 

 

 

Generell sind die Restaurants hier nicht viel anders als bei uns. Es sind mehr die Details, die mir als Gastronomin auffallen. So ist es völlig normal, zum Mittagessen ein Glas Wein anzubieten. Wenn ich im Restaurant moment in Bern am Mittag ein Glas Wein angeboten habe, waren viele Gäste empört und bestellten schnell ein Wasser oder eine Schorle. Beim Abräumen machen die Kellner hier auf dem Tisch eine Beige, mit Besteck und Servietten dazwischen, und tragen diese dann mit beiden Händen weg. Das war nicht nur in den unteren Preisklassen der Fall. Da wären Herr Zerza oder Sven empört! Ich fand das ungewöhnlich, aber eigentlich angenehm unkompliziert. Mir sind die Freundlichkeit der Leute, sowie das Kennen der Produkte um einiges wichtiger als das korrekte Abräumen. Auch werden wir in den Restaurants meistens geduzt, das gefällt mir! Ich bin mir nur (noch) nicht sicher, ob das so ist, weil wir jung sind, oder ob man sich generell duzt. Aber als Bernerin fühle ich mich gut dabei!

 

 

Nun, wo wir im Bus leben, werden wir weniger häufig auswärts essen gehen, denn irgendwie muss unser Gespartes auch reichen bis Alaska!

 

 

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