Ein bisschen wie zu Hause

18 Nov 2017

 

Es tut gut, mal wieder in einer etwas ruhigeren Stadt zu sein. Nach knapp einem Monat Buenos Aires sind wir jetzt bereits eineinhalb Wochen in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays.

Mit dem Katamaran (schnellstes Passagierschiff der Welt) haben wir in fast atemberaubender Geschwindigkeit ins Nachbarland übergesetzt. Die beiden Metropolen liegen zwar nur ungefähr 200 Kilometer auseinander, das Leben in Montevideo ist aber ein völlig anderes. Die Zeit scheint am östlichen Ende des Río de la Plata deutlich langsamer zu vergehen. Die Menschen sind weniger gehetzt und die Strassen nicht permanent mit qualmenden Autos verstopft. Mit ein bisschen Ausdauer ist die Stadt auch praktisch zu Fuss erkundbar.

 

In Buenos Aires haben wir den Fehler gemacht, uns erst am letzten Tag einer „Free-Walking-Tour“ anzuschliessen und kamen so an Orten vorbei, die wir gerne genauer erkundet hätten aber leider keine Zeit mehr dazu hatten. Also nahmen wir uns vor, dies in Montevideo an unserem zweiten Tag zu machen, was sich definitiv ausgezahlt hat. An diesem Tag wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt, so kamen wir quasi in den Genuss einer privaten Stadtführung. Ausser uns beiden war nur noch ein Amerikaner dabei. Unser Stadtführer verstand es bestens, Geschichte und Mentalität unterhaltsam zu vermitteln. Dank ihm erfuhren wir etwa, dass alle staatlichen Museen gratis zugänglich sind oder dass man auf jeden Fall mit der Kreditkarte bezahlen soll, da man so jede Menge Geld sparen kann. Der Staat will die Wirtschaft und den Tourismus ankurbeln, weshalb ausländischen Kreditkarten bei Gastronomieangeboten und anderen Dienstleistungen keine Mehrwertsteuer berechnet wird. Zudem gibt es anscheinend einen Tag im Monat, an dem alle, mit oder ohne Kreditkarte, im ganzen Land steuerfrei einkaufen können. Es lohnt sich also, darauf zu achten, da Uruguay ein eher teures Land ist. Die Preise sind nur leicht unter dem schweizerischen Niveau.

 

Was einem in dieser Stadt als erstes auffällt, sind all die Menschen mit einer Thermosflasche unter dem Arm und einem Calabaza (Matebecher) in der Hand. Schon irgendwie witzig und sympathisch. In Buenos Aires war dies ein eher seltener Anblick, obwohl man auch dort an jeder Ecke Matezubehör kaufen konnte.

Auf unseren Erkundungstouren haben wir unter anderem das Präsidentenmuseum besucht oder uns auch einfach mal faul an den Strand gelegt. Das Wetter meint es gut mit uns. Ausser ein, zwei Mal Regen hatten wir immer Sonnenschein und Temperaturen bis 32°C.

Unser Plan, den Winter zu überspringen, scheint also aufzugehen.

Den Bürokram für die Entgegennahme von Brunhilde haben wir bereits erledigt. Neben dem Abholen des „Certificado de llegar“ auf dem Migrationsamt mussten wir bereits die Hafengebühren und die Einfuhrsteuer in Uruguay bezahlen. Unseren Zollagenten Eduardo haben wir auch schon getroffen. Er wird uns bei den restlichen Aufgaben behilflich sein, bis wir mit unserer Brunhilde aus dem Hafen fahren können.

Die „Grande Amburgo“ hat bereits gestern in Montevideo angelegt, doch leider können wir unseren Bus erst am Montag entgegennehmen, da das Büro am Zoll über das Wochenende nicht besetzt ist.

So verbringen wir also noch unser letztes Wochenende in Montevideo, geniessen unsere lärmigen Nachbarn und freuen uns auf den Montag. 

 

 

 

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