Bierfreier Wahltag

23 Oct 2017

Die vergangene Woche in Hamburg haben wir so richtig gemütlich verbracht. In unserer heimeligen Airbnb-Wohnung haben wir abends gekocht und dazu einige tolle Weine getrunken (danke Sven und merci moment <3).

Wir haben die Elbphilharmonie besucht und machten auch die obligate Hafenrundfahrt, etwas halbherzig zwar, denn ehrlich gesagt waren wir in Gedanken schon in Südamerika. Das ist auch ein Grund, warum wir uns zur Ablenkung in einer Woche drei Staffeln Californication reingezogen haben.

 

Am 18. Oktober war es dann soweit. Wir fuhren schon früh, um 07.00 Uhr mit dem Zug nach Amsterdam. Trotz Verspätung hatten wir noch einige Stunden in Amsterdam, die wir nutzten, um die Stadt zu besichtigen. Stefan war schon mehrmals da und konnte somit Etta auf eine zügige Stadttour mitnehmen, bevor es Zeit war, zum Flughafen zu gehen. Es lief alles reibungslos, und wenige Stunden später sassen wir im Flugzeug.

 

 

Das Essen war ganz geniessbar, es gab ein paar gute Filme, nur wenige Turbulenzen und wir hatten keine kreischenden Babys um uns herum, ideale Verhältnisse für einen Langstreckenflug. Doch geschlafen haben wir beide kaum.

Um 6 Uhr morgens Ortszeit landeten wir müde aber glücklich in Buenos Aires. Hector, unser im Voraus bestellter Taxifahrer (merci Ursula), erwartete uns schon und brachte uns zwei gleich vors Hotel. Wir konnten unser Gepäck schon mal deponieren, doch bis zum Check-in hiess es noch 7 Stunden absitzen, in unserem völlig übermüdeten Zustand nicht gerade eine Freude!

 

Im nahegelegenen Café Brun assen wir ein zweites Frühstück (das erste im Flugzeug war ja schon über 3 Stunden her). Nach einem Spaziergang durch das lebhaft charmante Quartier von San Telmo verbrachten wir dann noch etwa 3 Stunden in den ziemlich gemütlichen Sofas der Hotellobby und kämpften gegen die Müdigkeit, Stefan etwas erfolgreicher als Etta. Als wir endlich in unser Zimmer durften, war die Dusche das Schönste und die darauffolgende Siesta das Allerschönste! Wir sind um 6 Uhr eingeschlafen und haben um 2 Uhr morgens realisiert, dass wir das Abendessen verschlafen hatten. Egal, zähneputzen und weiterschlafen. Erst um 8 Uhr wachten wir dann auf. Das war wohl nötig.

 

Die ersten zwei Tage verbrachten wir im Bezirk San Telmo mit ewigen Spaziergängen, immer auf der Suche nach Bargeld.

Uns wurde erzählt, dass aufgrund der Argentinischen Wirtschaftskrise das Geldabheben an den Geldautomaten völlig überteuert sei, dass man am besten überall bar bezahlen soll und dass die beste Art, an Bargeld zu kommen, der Geldtransferdienst Azimo sei. Nach dem wir uns über Azimo schlau gemacht hatten und eine vertrauenswürdige Azimo-Abholstelle fanden, probierten wir das Ganz aus. Erfolgreich, wie sich später herausstellen wird. 

 

Wir haben auch die tolle Dachterrasse des Hotels genossen, Burger in einem coolen Lokal gegessen, und fleissig Spanisch geübt, mit Duolingo und mit echten Menschen.

Heute konnten wir unsere tolle Airbnb-Wohnung beziehen. Endlich können wir selber kochen, juhu! Endlich wieder Früchte und Gemüse! In Argentinien scheint man nicht viel von ausgewogenem Essen zu halten, jedenfalls in den Restaurants. Zum Frühstück gibt’s überall diese Medialunas (so wie unsere Gipfeli, nur viel süsser und klebriger), und zum Mittag- und Abendessen vor allem fettiges Fastfood. Zumindest in unserem Preissegment.

 

Den heutigen Sonntagnachmittag verbrachten wir am Strassenmarkt. Die Feria de San Pedro Telmo ist ein weitläufiger Flohmarkt, welcher anscheinend jeden Sonntag stattfindet. Unzählige Verkaufsstände bieten von selbstgemachtem Zeug bis Billigware fast alles an. Danach wollten wir gemütlich ein Bierchen auf der Terrasse des Pride Cafés trinken, doch der nette Kellner erklärte uns auf Spanisch, dass am heutigen Wahltag kein Alkohol verkauft werden darf. Man solle einen klaren Kopf haben beim Wählen. Übrigens, wählen ist hier obligatorisch!

Wir entschieden uns, mitzumachen. Bierfreier Tag.

Wir sind nun schon seit einigen Tagen in Buenos Aires und haben uns inzwischen an die Zeitverschiebung gewöhnt.

Ab morgen geht es zurück auf die Schulbank zum Spanischunterricht.

 

ps. Brunhilde ist inzwischen auf dem Weg! 

 

 

 

 

 

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